Broadchurch (UK 2013-2017)

Keiner mag sie so wirklich, aber ohne wollen wir auch nicht: Alles rund um die Flimmerkiste.
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sweetlemon
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Broadchurch (UK 2013-2017)

Beitrag von sweetlemon » Sa 30. Sep 2017, 15:45

Gibt es für dieses Juwel noch keinen Thread?
Die von mir heißersehnte dritte Staffel ist im Mutterland auf Scheibe erschienen, Anlass für mich, die ersten beiden Staffeln nochmal durchzuziehen, diesmal zusammen mit dem Herrn Gemahl. Und was soll ich sagen, die Serie gefällt mir noch ein bisschen besser als bei der Erstsichtung. Natürlich ist das Vorbild sichtbar "Forbrydelsen", einige Tropes wurden sogar eins zu eins übernommen. Ja, es tauchen auch einige ziemlich konventionelle Elemente auf. Es ist aber allen Mitwirkenden gelungen, damit und daraus ein ungeheuer berührendes, mitreißendes Drama zu machen, dass einem mehr als einmal die Augen feucht werden lässt. Die Ungeheuerlichkeit einer Kindstötung und die Auswirkung auf alle wird hier wirklich fühlbar gemacht. Vor allem die Darsteller leisten Großartiges. Whittaker, Colman, Buchan, Tennant und alle anderen schaffen es, widersinniges und irrationales Verhalten glaubwürdig und ohne jede Spur von Kitsch rüberzubringen. Was für Schauspieltiere!
Das ist bestimmt nicht die Letztsichtung, und ich gucke eigentlich ungern Sachen mehrfach.

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sweetlemon
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Beitrag von sweetlemon » Mo 2. Okt 2017, 22:06

Die 2. Staffel ist nicht ganz so gut wie die erste, aber immer noch höchst sehenswert. Bei der Entwicklung des Plots wurde dann doch ein bisschen geschlampt und überhaupt wollte der Macher zuviel in acht Folgen reinquetschen. Trotzdem noch hohes Niveau dank wieder mal hervorragender Darstellerleistung. Die sorgt dafür, dass einem in der einen oder anderen Szene doch die Spucke wegbleibt.

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JimmyPage
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Beitrag von JimmyPage » Mi 11. Okt 2017, 20:54

Das ist schon eine erstklassige Serie.
Staffel eins dabei einen Zacken besser. In Staffel zwei ist einfach zuviel reingepackt worden. Die Fälle gehen unter die Haut. Kriege ich immer noch Gänsehaut.
:shock: Wusste nicht das Staffel drei schon erscheint. Vielen Dank für den Hinweis, sonst wäre mal wieder der gute John Nettles in den Player gewandert :lol:
äffle: "was isch groß?" - pferdle: "stuttgart!" - äffle: "was isch größer?" - pferdle: "der neckar!" - äffle: "und was isch am größten?" - pferdle: "hmm, spätzle und linsen!"

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Frau Stockl
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Beitrag von Frau Stockl » Do 12. Okt 2017, 00:44

JimmyPage hat geschrieben:John Nettles
Als BERGERAC, will ich hoffen.

Ansonsten gäbe es auch noch den LEWIS.
MORSE.
ENDEAVOUR a.k.a. den jungen MORSE.

Die Briten geizen ja nun wirklich nicht.
Without false modesty, I think i would have been considerably better in ROSEMARYS BABY than Cassavetes. (Robert Wagner.)

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JimmyPage
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Beitrag von JimmyPage » Do 12. Okt 2017, 09:13

Frau Stockl hat geschrieben: Als BERGERAC, will ich hoffen.
Selbstverständlich :mrgreen: :? :lol:
äffle: "was isch groß?" - pferdle: "stuttgart!" - äffle: "was isch größer?" - pferdle: "der neckar!" - äffle: "und was isch am größten?" - pferdle: "hmm, spätzle und linsen!"

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sweetlemon
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Beitrag von sweetlemon » Do 12. Okt 2017, 10:53

GnaHgNahgnAhGNahgnaHGNaH!

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SvenT
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Beitrag von SvenT » Fr 13. Okt 2017, 00:25

Die dritte Staffel gefällt mir am besten, die zweite am wenigsten.
Gute Serie, wird ein Klassiker. An das große dänische Vorbild kommt es meiner Meinung nach nicht heran. Vor allem, weil sich der Autor in der zweiten Staffel doch etwas vergaloppierte. Die erste Folge der letzten Staffel gehört aber sicher zum Besten was man sich überhaupt im TV angucken kann. Quälend genau wird geschildert, wie eine Vergewaltigung gemeldet wird, wie daraufhin mit dem Opfer umgegangen wird, die Polizeiarbeit anläuft und Ermittlungen in Gang gesetzt werden. Total akribisch, hunderprozent auf Abläufe fokussiert, trotzdem voller Empathie. Großartig.

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Frau Stockl
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Beitrag von Frau Stockl » Fr 13. Okt 2017, 00:35

Bin raus.
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sweetlemon
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Beitrag von sweetlemon » Fr 13. Okt 2017, 13:23

Dritte Staffel fertig - wieder ein Kracher. Wie hier mit dem Thema Vergewaltigung umgegangen wird, sucht schon seinesgleichen. Das Opfer wird in keiner Sekunde moralisch beurteilt, die Erzählung ist zurückhaltend, aber wieder sehr einfühlsam, und die Entwicklung der Figuren schlüssig. Emotional geht es nicht ganz so sehr ans Eingemachte wie die erste Staffel, und es gab auch etwas mehr trockenen Humor. Sehr schön und folgerichtig fand ich die Entwicklung der Beziehung der beiden Hauptfiguren, die den Fokus tatsächlich bei deren Zusammenarbeit hat.
[+] Spoiler
Klitzkeines Minus: Ellie hätte nach Hardys Weggang auf den Posten des DI rücken können (wollte sie ursprünglich sowieso). Hardy hätte also als ihr Untergebener wieder einsteigen müssen, was wiederum für interessante Dynamiken hätte sorgen können.

Die vom Göttergatten schon gelobte erste Folge war überhaupt eine Sternstunde des TV: fast dokumentarisch werden hier die Abläufe geschildert, und die Emotionen aller Beteiligter mit präzise dosiertem Schauspiel und distanzierter Kamera in Szene gesetzt. Überhaupt war die Kamera-Arbeit in dieser Staffel sehr, sehr gut - weg von der geschmackvollen Postkarte hin zur spröden Schönheit.
Diese Serie ist pures Gold!

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