Shock Wave

Neuigkeiten und Diskussionen zu Filmen aus den fernen Osten.

Beitragvon Sylvio Constabel » Di 19. Sep 2017, 04:38

TRIVISIA ist klasse. Aber nicht besser.
Ist das die mit dem "Babe" aus Deiner Signatur?
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Beitragvon Frau Stockl » Di 19. Sep 2017, 07:05

Frau Stockl hat geschrieben:Besser ist auf jeden Fall TRIVISA.
Without false modesty, I think i would have been considerably better in ROSEMARYS BABY than Cassavetes. (Robert Wagner.)
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Beitragvon kami » Di 19. Sep 2017, 09:14

Frau Stockl hat geschrieben:Besser ist auf jeden Fall TRIVISA.

Da gibt's nun aber gar keine Action.

----- Di 19. Sep 2017, 08:20 -----

Joachim Bauer hat geschrieben:Die Wahrheit liegt - wie zu vermuten war - irgendwo in der Mitte zwischen den Streithähnen. Kamis überkritische Worte sind ebenso wenig angebracht wie Sylvios Lobhudelei.

Meine überkritischen Worte waren aber natürlich eine Reaktion auf Sylvios ekstatische Begeisterungsejakulation. Wie gesagt, Mittelmaß ist der Film schon. Im Vergleich zum irgendwie sehr ähnlichen Firestorm schneidet er aber quasi in jeder Hinsicht schlechter ab. Nur bei der zweifelhaften CGI-Pracht ist man auf gleicher Augenhöhe.
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Beitragvon dejin » Di 19. Sep 2017, 10:53

Frau Stockl hat geschrieben:Besser ist auf jeden Fall TRIVISA.

:mrgreen:
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Beitragvon diceman » Di 19. Sep 2017, 16:51

Fand das solides Mittelmaß. Kann man gucken, aber bitte nicht DAS Action-Jahrhundertwerk draus machen.
Der Shootouts wegen sollte man den auch nicht gucken - da gibt's anderthalb von, und so inszeniert man die auch im Tatort. Immerhin hat man sich redlich bemüht, abwechslungsreiche, dramatische Entschärfungs-Szenen zu liefern. Viel Profil haben die Charaktere nicht: Andy Lau ist Andy Lau ist Andy Lau. Die CGI ist rar, aber wenn, dann ziemlich dreckig und auch als solche erkennbar, und so pulstreibende Mätzchen wie Charlize Therons Pseudo-Tracking-Shot-Fight in ATOMIC BLONDE sucht man vergebens; fand den allgemein recht bieder inszeniert.
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Beitragvon Frau Stockl » Di 19. Sep 2017, 17:22

Im Finale sind sogar zwei Tracking Shots.
Einer durch den Tunnel hin.
Und einer wieder zurück.

Die Shootouts vor der Bank und beim Versuch, die Bauarbeiter zu retten fand ich gut.
Kamen aus heiterem Himmel.
Und waren entsprechend auch wie aus der Hüfte gezogen inszeniert.
Angenehm unprätentiös.
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Beitragvon diceman » Di 19. Sep 2017, 18:01

Doch, jetzt kommts wieder. Da war was, nix für ungut. :)
So richtig konkret was hängen geblieben ist dann aber doch nix, dafür waren mir die Charaktere zu fremd. Die Szene mit dem jungen Polizisten und dem Bombengürtel fand ich stark. Hätte es am Ende besser gefunden, wenn Andy Lau
[+] Spoiler
seinem Kollegen zwar weiterhin mitteilt, daß er den gelben Draht durchschneidet, er dann aber kurz bevor er das Messer ansetzt, nochmal zögert, und sich dann umentscheidet, ohne dies mitzuteilen. Hätte der letzten Szene noch mehr Gewicht gegeben - im Sinne von playing mind games, die Fähigkeit sich in Gedankengänge seines Widersachers hineinzuversetzen und einen Schritt voraus zu sein.
Ging mir etwas glatt über die Bühne.
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Beitragvon Joachim Bauer » Di 19. Sep 2017, 19:13

[+] Spoiler
Und was hätte das gebracht, außer dass es dann die Explosion von der anderen Seite aus gegeben hätte? Außerdem ist Dein Ansatz von wegen mind games usw. eher klischeehaft und an der aufgebauten Situation vorbei. Das Problem ist ja, das Laus Figur in der kurzen Restzeit nicht mehr das Kabelgeflecht und damit irgendwelche Gedankengänge nachvollziehen und nur noch auf gut Glück entscheiden kann.
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Beitragvon diceman » Di 19. Sep 2017, 19:46

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Die Sache ist die: er geht davon aus, daß beide Bomben auf beiden Seiten der Brücke auf gleiche Seite verkabelt sind. Das heißt, bei beiden führt die Trennung des gelben Kabels zur Explosion. Seinem Kollegen teilt er über Funkt mit, daß er das gelbe Kabel durchschneidet, und wenns dann eine Explosion gibt, soll der das rote durchschneiden. Lau liefert keine Schlußfolgerung, kein veteran knowledge, es ist einfach ein Schuß ins Blaue.
Jetzt die andere Variante: er sagt, er schneidet das gelbe Kabel durch. Aber dann zögert er, schneidet das rote durch, Bumm, Explosion; sein Kollege schneidet daraufhin auch das rote Kabel durch (weil er immer noch davon ausgeht, daß Lau das gelbe gekappt hat, und entsprechende Order befolgt) - Spannungsmoment, und, keine Explosion. Puh. Lau hat sich in die Gehirnwindungen seines Widersachers "gehackt" und eine Falle vermutet, richtig geraten, und den Tunnel gerettet. Ein bißchen ein cheap trick, weil ebenfalls blind guess, aber doch weitaus dramatischer und lässt seine folgenschwere Entscheidung klüger und bedachter wirken; der Payoff mit seiner Ansprache in der abschließenden Rückblende hätte so mehr Gewicht.

Zumindest hätte der Film so bei mir noch 'n bißchen punkten können - vielleicht bin das aber auch nur ich; wäre interessant, wie andere das sehen. Am Handlungsverlauf würde sich ja nichts ändern. So fand ich's halt arg beliebig und fatalistisch. :)
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Beitragvon Joachim Bauer » Di 19. Sep 2017, 22:12

Himmel, das ist doch viel zu verwinkelt. Da kriegt man ja Hirnsausen, wenn man sowas als Ende vorgesetzt bekommt. :mrgreen: Außerdem liegt Fatalismus dem asiatischen Film doch im Blut. Laus Worte, die am Ende nochmal rezitiert werden, bedeuten nichts anderes, dass es nur so lange gut geht bis man einmal die falsche Entscheidung trifft.
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Und dass ihn dieses Ende irgendwann mal unausweichlich ereilen wird, ist Laus Figur bewusst. In Anbetracht des vorherigen Aufbaus ist es daher auch konsequent. Es ist der Zufall, der entscheidet. Deine Variante wär mir persönlich einerseits zu verspielt und andererseits zu pathetisch heldenhaft. Aber Dein Einwand, dass es auch nur Glück ist, dass die Vermutung zutrifft und auf der anderen Seite eine Explosion ausbleibt, finde ich gut. Das verstärkt zudem die eigentliche Machtlosigkeit der beiden Männer nochmal.
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